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Tennis Training effektiv meistern

Wenn Du zu einem Spieler heranwachsen willst, der Erfolge feiert, solltest Du Dein Tennis Training effektiv gestalten. Übung macht ja bekanntlich den Meister. In dieser Aussage steckt viel Wahrheit. Sie bedeutet zeitgleich allerdings auch, dass Du im Training hart für Deine Ziele arbeiten musst. Dein Spiel verbessert sich nämlich auf keinen Fall von allein. Im Gegenteil sogar: Stell Dich darauf ein, dass Du etliche Trainingsstunden auf dem Sandplatz verbringen musst, um spürbare Erfolge zu bemerken.

Keine Panik! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alle guten Tennisspieler haben klein angefangen. Nur hatten sie keine Ausreden, wie viele Hobbyspieler. „Heute tut mir die Hand weh“, „es nieselt, das macht keinen Spaß“ oder „Ich kann nicht mehr“ sind gängige Aussagen. Insbesondere im Amateurbereich.

Wir alle werden vor Herausforderungen gestellt und müssen daran wachsen. Überwinde Deinen inneren Schweinehund. Trainiere das, worauf niemand Lust hat und an Tagen, wo Du selbst keine Motivation verspürst. Dann verspreche ich Dir, wirst Du Dein Level mit effektivem Tennis Training deutlich steigern. Schlage andere Spieler, die sonst mit Dir auf einem Level waren oder werde sogar Vereinsmeister!

Mannschaftstraining VS Einzeltraining

Mannschafts Training beim Tennis

Grundsätzlich kannst Du auf zwei Arten ein Tennis Training absolvieren, um Dich zu verbessern. Du kannst alleine trainieren oder mit mehreren Personen. Gegebenenfalls sogar als eine Art Mannschaftstraining. Diese Form des Tennis Training hat sich bei vielen Vereinen durchaus bewährt. Weil so die Mannschaft an einem festen Termin zusammenkommt. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl. Außerdem können die besseren Spieler den schwächeren wichtige Tipps mit auf den Weg geben. Was sich durchaus als effizient erweisen kann. Ich würde allerdings empfehlen auch beim Mannschaftstraining einen Trainer hinzuzuziehen. Er kann Spielformen vorgeben, die wichtig für ein Match sind und vereinzelt Technik-Tipps geben.

Auf der anderen Seite kann ein Mannschaftstraining genauso gut ineffizient sein. Zum Beispiel wenn die Kluft zwischen den guten und schlechteren Spielern sehr groß ist. Und je größer die Gruppe, desto weniger Bälle werden meistens vom Einzelnen geschlagen. Darum kann ein Einzeltraining für Dein Spielniveau einen deutlicher Schub bedeuten. Du kannst dort gezielt auf Deine Bedürfnisse und Schwächen eingehen. Entweder mit einem Tainer, welcher Dir wichtige Ratschläge erteilt. Oder aber mit einer Ballmaschine, die es möglich macht viele Wiederholungen in kurzer Zeit zu absolvieren. Bitte beachte: Es besteht die Gefahr ohne Trainer mit einer Ballmaschine Bewegungsabläufe zu verinnerlichen, die nicht förderlich sind. Aus diesem Grund sollte in regelmäßigen Abständen mit dem Trainer Deiner Wahl auf die Ergebnisse geschaut werden.

Wie sieht das optimale Tennis Training aus?

Technik Training

Insbesondere für Anfänger ist zunächst ein Technik Training die oberste Priorität. Ja, ich weiß: Das macht keinen Spaß. Aber die Technik ist das A und O beim Tennis. Nach den ersten Schlägen haben die meisten Spieler noch nicht verinnerlicht, wie der Tennis Schläger gehalten bzw. bewegt werden sollte. Die Stellung der Schlagfläche, die Ausholbewegung und der Schwung sind Neuland. Außerdem kennt in diesem Stadium Niemand die verschiedenen Schlagarten und deren Unterschiede.

Mit der Zeit verbessern sich die technischen Voraussetzungen. Im Tennis Training kann dann Bezug auf weitere Faktoren genommen werden. Zum Beispiel wie der Schläger zum Zeitpunkt des Treffpunktes bewegt wird. Oder welche Schläge in welchen Situationen Sinn ergeben. Mit zunehmender technischer Raffinesse nehmen auch die taktischen Elemente eine größere Rolle ein. Dann kannst Du beim Tennis Training auf bestimmte Spielsituationen eingehen.

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Trainieren von Spielsituationen

Meiner Meinung nach ist es sogar sehr wichtig später im Tennis Training auf bestimmte Abläufe einzugehen. Weil sie das Match sehr gut simulieren. Darum sollte Dein Training nicht nur darin bestehen lange Top-Spin Bälle cross zu spielen. Triffst Du in einem Turnier oder Mannschaftswettbewerb dann auf einen Gegner, welcher Dich mit einem flachen Slice zur Weißglut bringt, hast Du keine Chance das Match zu Deinen Gunsten zu beeinflussen. Einfach aus dem Grund, dass Niemals im Tennis Training der Slice geübt wurde. Und damit auch nicht wie Du als Gegenüber mit einem Slice-Ball umgehst.

In meinen Augen sollten daher Spielsituationen erschaffen werden, die sehr ähnlich in einem Match vorkommen könnten. Zum Beispiel ein langer Ball auf die Rückhandseite des Gegners mit anschließendem Angriffsball. Schließlich ist die Rückhand in der Regel der Schwachpunkt. Gelingt es Dir einen langen Ball auf die Rückhand zu spielen, wirst Du früher oder später angreifen können. Zum Beispiel in dem Du den zweiten Ball mit Winkel nach außen spielst und den darauffolgenden Schlag Longline die Linie runter spielst, weil das Feld dann offen ist. Oder aber Du gehst direkt mit dem Angriffsball ans Netz, um den nächsten Schlag mit einem Volley für Dich zu entscheiden.

Vollziehst Du im Tennis Training nur Übungen, die Dir liegen, kannst Du schnell den Bezug zur Realität verlieren. Welche Realität? Du musst alle Schläge und Situationen üben, um diese abdecken zu können. Ansonsten wird Dein Gegner diese Schwäche früher oder später erkennen und Dich damit konfrontieren. Du magst keine Volleys und gehst unter keinen Umständen ans Netz? Dein Gegner wird es merken, versprochen! Hast Du Volleys nicht im Training geübt, wird es Dir in diesem Fall besonders schwer Fallen, wenn Dich Dein Gegner regelmäßig ans Netz lockt. Aus diesem Grund versuche Dein Tennis Training regelmäßig zu variieren. Den Fokus immer wieder auf einen anderen Aspekt des Spiels zu lenken. Das wird Dich zu einem besseren Spieler machen.

Übungen für Dein Tennis Training

Vorhand Cross / Rückhand Cross

Vorhand und Rückhand Cross

Immer wieder solltest Du Übungen in Dein Tennis Training einbauen, bei denen ausschließlich Vorhand Cross und Rückhand Cross gespielt wird. Diese beiden Schläge sollte von Dir im Schlaf beherrscht werden. Sie sind Grundlage für ein Tennis-Match. Wenn der Gegner keine spektakulären Zauberschläge versucht, wird es darauf hinauslaufen, dass ein Großteil des Spieles Vorhand oder Rückhand cross gespielt wird. Damit Dir im Match keine groben Fehler passieren, gehört diese Übung in jedes Tennis Training.

Bei der Übung geht es allerdings nicht darum den Ballwechsel so schnell wie möglich zu beenden. Vielmehr sollte das Ziel sein den Tennis Ball so häufig wie möglich über das Netz zu spielen. Am besten mit einer gewissen Länge, sodass der Ball möglichst im letzten Drittel landet. In der Grafik habe ich Dir das einmal verdeutlicht.

Ich würde Dir außerdem empfehlen, die Bereiche auf dem Platz abzustecken. Dafür gibt es in jedem gängigen Shop entsprechende Materialien. Ob nun Hütchen oder Gummimatten ist Geschmackssache. Wichtig ist die Bereiche etwa 1 – 1,5 Meter von der Grundlinie und Außenlinie zu platzieren. Dort solltest Du im Training versuchen den Ball hinzuspielen. Und je öfter Du dies im Training erfolgreich schaffst, desto besser wird es Dir später in einem Match gelingen.

Hosenträger

Damit euer Tennis Training nicht zu einseitig auf den Cross-Ballwechsel setzt, gibt es noch den Hosenträger. Er vereint den Cross-Schlag, den Longline-Schlag und etwas Konditionstraining. Denn beim Hosenträger schlägt einer der beiden aktiven Spieler IMMER den Ball Cross. Der Spieler auf der anderen Seite hingegen schlägt IMMER Longline.

Versuch Dir das bildlich vorzustellen. Du spielst den Ball ganz normal von rechts Cross-Court ein. Dein Gegenspieler reagiert darauf mit einem Longlineschlag. Der auf Deiner linken Seite ankommen wird. Du solltest Dich also zumindest mittig nach dem Schlag positionieren, um den Ball erreichen zu können.

Mit der Rückhand spielst Du den Ball dann erneut Cross in die Rückhand Deines Gegenspielers. Welcher seinen nächsten Ball wieder Longline in Deine Vorhandseite spielt. In jedem Fall müsst ihr Beide euch viel bewegen. Auch beim Hosenträger geht es nicht darum den Mitspieler zu besiegen, sondern den Ball möglichst lange im Spiel zu halten. Tauscht nach einigen Sets unbedingt die Aufgabe, sprich Cross und Longline!

Zu kurz, nach vorn!

Tennis Netz Sandplatz

Aus der Erfahrung heraus eignen sich zu kurz geratene Bälle im Tennis Training sehr gut, um Volleys zu üben. Aus diesem Grund solltet Ihr bei dieser Übung das Volley-Spiel in den Fokus rücken. Spielt ganz normal cross ein und versucht den Ball möglichst viele Schläge lang ohne Fehler ins Feld zu spielen.

Sobald einer der Spieler zu kurz wird (der Ball im T-Feld landet), rückt der Mitspieler direkt ans Netz vor. Und versucht dort den Punkt zu machen. Am besten eignet sich ein Longlineball in die Rückhand für diesen Angriffsball.

Warum? Weil die Rückhand in der Regel die Schwäche Deines Gegners ist. Die Wahrscheinlichkeit steigt also, dass er den Angriffsball nicht gut verarbeiten kann. Was Du definitiv ausnutzen solltest. In einem Match wirst Du diese Vorgehensweise selten anwenden. Darum bietet sich diese Übung im Training an. Je öfter Du den Volley übst, desto sicherer fühlst Du Dich im Match. Das ist oft reine Kopfsache.

Spanisches Einzel

Wenn ihr mindestens 6 Spieler im Training seid, kann das Spanische Einzel eine super Übung sein. Es kombiniert Kondition, Technik und Übersicht auf dem Platz. Begonnen wird mit einem Spieler auf jeder Seite. Der Ball wird neutral in die Mitte eingespielt von unten, ohne Aufschlag. Danach wird der Ballwechsel ausgespielt.

Währenddessen die beiden Spieler den Ballwechsel beenden, steht auf jeder Seite ein weiterer Spieler mit einem Ball bereit. Das Team dessen Spieler den ersten Ballwechsel verloren hat, kann nun den Ball unfair einspielen. Soll bedeuten der Ball kann schnell überall ins Feld gespielt werden.

Zum Beispiel wenn sich der Gewinner des Ballwechsels zwei Meter hinter der Grundlinie befindet, mit einem Stopp kurz hinter das Netz. Das wird so lange fortgeführt, bis ein Spieler 3 Punkte fortlaufend gewonnen hat. Damit hat er einen Champions-Punkt erzielt. Bei uns im Tennis Training wird diese Übung meistens bis 15 Punkte für ein Team gespielt.

Den mittleren Bereich meiden

Meide diesen Bereich im Tennis Training

Im Amateurbereich machen die Spieler immer wieder einen sehr großen Fehler. Sie spielen den Ball einfach nur in die Mitte zurück. Werden jedoch häufig viel zu kurz. Versteh mich bitte nicht falsch. Den Ball in die Mitte zu spielen, kann wirklich eine taktische Herausforderung sein. Sofern Dein Ball ins hintere Drittel des Feldes geschlagen wird. Dann hat Dein Gegner kaum die Möglichkeit mit Winkel zu spielen. Er kann Dich nicht aus dem Feld treiben. Darum ist ein langer Ball in die Mitte durchaus eine Option, wenn Du in Bedrängnis bist.

ABER sobald der Ball zu kurz wird, also im T-Feld oder kurz dahinter landet, lädst Du Dein Gegenüber förmlich ein. Er kann mit viel Winkel spielen oder er kann nach vorne gehen, um Dich am Netz unter Druck zu setzen. Aus diesem Grund ist die Übung „den mittleren Bereich meiden“ ein tolles Training. Sieh Dir dazu die Abbildung an. Stecke Dir den Bereich wieder gern mit einem Hütchen oder einer Gummimatte ab (siehe Link oben).

Danach spielst Du mit Deinem Mitspieler ganz normal. Versuch den markierten Bereich zu meiden. Du kannst natürlich einen kurzen Ball spielen. Dieser sollte dann aber mit Winkel nach außen gehen. Weil er Deinen Gegner zum Laufen bringen wird. Dadurch bekommt Dein Schlag eine ganz andere Qualität. Sollte sich ein Ball in den markierten Bereich verirren habt Ihr mehrere Optionen:

  • Der Ballwechsel wird wiederholt.
  • Punktgewinn für den Gegner.
  • auf den kurzen Ball muss SOFORT ans Netz gerückt werden.

Ihr könnt sogar ein reguläres Match mit dieser Übung spielen! Somit kommt Wettbewerb ins Tennis Training, gleichzeitig verinnerlichst Du aber die toten Zonen auf dem Tennisplatz. Den Namen tragen die Zonen natürlich gewollt. Ab einem gewissen Level wirst Du für Schläge in diesen Bereich des Platzes einfach nur noch bestraft. Egal ob der Ball hoch abspringt, flach ist oder mit Drall gespielt wurde. Es ist völlig egal. Durch die fehlende Länge wird das Spiel für den Gegner eröffnet, er kann Dir richtig weh tun.

Die vier Zonen treffen

Sandplatz Tennis und Schläger

Um den Platz besser kennenzulernen, kannst Du diese Übung in Dein Tennis Training super integrieren. Das Ziel ist es alle vier Zonen des Einzelfeldes so lange wie möglich zu treffen, ohne dabei einen Fehler zu begehen. Je nach Niveau der Spieler kann die Schwierigkeit dadurch erhöht werden, welche Felder wie getroffen werden sollen. Dazu gleich noch mehr Details.

Ich würde zunächst vorschlagen, damit zu beginnen, den Tennis Platz in vier Felder zu trennen. Dazu kannst Du ganz einfach mit dem Fuß eine zusätzliche Linie entlang der T-Linie zur Grundlinie ziehen. Alternativ trennt Ihr das hintere Feld in der Mitte mit einem Hütchen oder Gummimatten.

Versucht nun wie bei einer Vorhand- oder Rückhand-Rallye den Ball immer wieder in den gleichen Bereich zu spielen. Wie bereits bei der Übung Vorhand-/Rückhand-Cross. Im nächsten Schritt kann das Tennis Training auf die beiden Aufschlagbereiche fokussiert werden. Sodass im Grunde beide Spieler einen Ball kurz-cross spielen.

Wenn beide Spieler mit einer hohen Trefferquote das Feld erreichen, könnt Ihr die Übung so verändern, dass nun immer abwechselnd Feld 1 bis 4 getroffen werden müssen. Sprich der einspielende Spieler versucht mit seiner Vorhand den Ball lang und cross auf die Vorhand des Gegners zu platzieren. Dieser spielt den Ball genau auf diese Weise zurück.

Den zweiten Schlag spielt der Einspieler dann kurz-cross auf die Vorhand des Gegner, welcher den Ball ebenfalls kurz-cross zurückspielt. Den darauf folgenden Ball spielt der Einspieler mit seinem drittem Schlag mit der Vorhand longline in die Rückhand des Gegners. Dieser schlägt den Ball mit der Rückhand cross und lang in die Rückhand des Einspielers.

Welcher dann als nächstes in diesem Tennis Training mit der Rückhand kurz-cross und den Ball genauso zurück bekommt. Bevor er dann den letzten Ball mit der Rückhand longline auf seine Vorhand bekommt. Wo die Übung dann wieder von vorn beginnt.

Kondition & Fitness im Tennis Training

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Leider begehen viele Tennis Spieler den großen Fehler sich ausschließlich auf die Technik im Tennis Training zu stürzen. Natürlich deckt die Technik einen sehr großen Teilbereich im Tennis ab. Weil die Schläge Deinen Gegenspieler extrem unter Zugzwang bringen können. Schaffst Du es besonders harte Schläge im Feld zu platzieren oder den Gegner mit einem extremen Winkel nach außen zu treiben, ist der Winner nur noch Formsache.

Aber bedenke auch, dass die Kondition Dir spätestens in einem langen Match einen Strich durch die Rechnung machen kann. Neigt sich nämlich die Fitness dem Ende entgegen, hilft Dir eine durch gezieltes Tennis Training erlangte Technik nicht weiter. Mit zunehmender Matchlänge und steigender Erschöpfung werden Deine Schläge schlechter. Während ein Gegner mit erstklassiger Fitness immer noch adäquate Schläge anbringen kann.

Darum solltest Du unbedingt neben Technik Deine Kondition in den Fokus nehmen. Das kannst Du gezielt im Tennis Training in Deine Übungen einfließen lassen. Beim Mannschaftstraining könnten zum Beispiel einige der Spieler während den Pausen Laufübungen absolvieren.

Alternativen zum Mannschaftstraining

Regelmäßige Jogging Runde einplanen

Du kannst in Deine Woche zusätzliche Übungen einfließen lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Routine zum Joggen? Verabrede Dich gern mit einem Teammitglied zum Laufen im Wald an einem festen Termin. Das erhöht den Druck, um das Lauftraining wirklich durchzuziehen. Zumindest sind das meine Erfahrungen. Ich habe mir einen Termin im Kalender meines Smartphones gespeichert, inklusive einer Erinnerung. Übrigens empfehle ich Dir beim Lauftraining bequemes Schuhwerk. Ich habe auch hier sehr gute Erfahrungen mit den Asics Gel-Schuhen gemacht.

Genauso gut kannst Du einen Crosstrainer oder das Laufband im Hobbyraum nutzen. Wichtig ist nur das zusätzliche Tennis Training über einen langen Zeitraum durchzuziehen. Denn Dein Körper baut die Fitness schneller wieder ab, als Du diese mit harter Arbeit aufgebaut hast. Wenn Du vorher nicht viel gelaufen bist, würde ich es am Anfang nicht übertreiben. Beim Joggen / Laufen werden andere Muskelgruppen beansprucht, als es Dein Körper vom Tennis kennt.

Mit der Zeit kannst Du die Länge des Trainings anpassen. Später solltest Du ebenfalls die Intensität entsprechend erhöhen. Dein Körper wird durch das Training fit, Deine Muskeln bauen sich auf und Du kannst Dir mehr zumuten. Was ich Dir zusätzlich empfehlen würde: Baue kurze Sprints in Dein Lauftraining ein. Tennis ist geprägt von kurzen Sprints, die Deinem Körper viel abverlangen und einen schnellen Antritt notwendig machen. Daher habe ich begonnen mein Training in zwei Teile zu gliedern.

Im ersten Abschnitt laufe ich mich für 15 bis 20 Minuten warm. Im Anschluss folgen dann schnelle Sprints im Wechsel mit „normalem“ Laufen. Sprich ich sprinte zum Beispiel 2 Minuten (Vollgas geben!). Danach gibt es dann eine Art „Ruhephase“ über 1 Minute, in der ich wieder normal laufe. Nach der Minute sprinte ich wieder 2 Minuten durch, gefolgt von 1 Minute Laufen. Bis ich insgesamt 15 bis 20 Minuten weitere Trainingszeit erreicht habe. In meinem Trainingsplan kommt dieses Training 2 bis 3 Mal die Woche vor, je nachdem wie häufig ich unter der Woche Tennis Training auf dem Court schaffe.

Mentales Training

Keine andere Sportart verlangt Dir mental so viel ab, wie der Tennis Sport. Im Fussball zum Beispiel kann sich die führende Mannschaft nach einer sehr hohen Führung etwas zurücklehnen. Denn Ball zirkulieren lassen, Ballstaffetten spielen und die Zeit von der Uhr nehmen. Ein 6:0, 5:0 und 40:0 ist im Tennis allerdings noch keine Garantie, dass Du das Spiel tatsächlich gewinnst. Klar ist das ein komfortabler Spielstand, bei dem Du keinen Druck mehr verspührst. Unabhängig davon gab es schon diverse Partien, wo im Tennis solche Spielstände noch einmal gedreht werden konnten.

Damit Du dem enormen mentalen Druck widerstehen kannst, sollte Dein Tennis Training auf jeden Fall Übungen für Deine Mentalität beinhalten. Doch wie trainierst Du die mentale Seite des Spiels? Auf was genau solltest Du wert legen, was ist wirklich wichtig und wie lässt es sich auf den Tennisplatz übertragen? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Weil jeder Mensch anders ist und in gewissen Situationen anders denkt. Anliegend will ich Dir dennoch versuchen die eine oder andere Übung mit auf den Weg zu geben, die Deine mentale Verfassung trainieren kann.

Aufgeben darf nie die Option sein

Wer bereits vor dem Match denkt, den Gegner schlage ich sowieso nicht, hat eigentlich bereits aufgegeben. Doch Aufgeben darf nie die Option sein. Weder im Tennis Training noch im Match auf dem Platz. Wenn Du Deinem Gegner signalisierst, Du glaubst selbst nicht an den Sieg, dann hast Du bereits verloren. Mit dieser Erkenntnis steigt nämlich das Selbstvertrauen des Gegenüber. Die wichtigste Sache im Tennis ist meiner Erfahrung nach das eigene Selbstbewusstsein.

Ball und Schläger vor dem Netz

Rennst Du hingegen jedem Ball wie ein Kämpfer hinterher, macht das etwas mit dem Gegner. Es zeigt, Du bist nicht gewillt aufzugeben. Er muss also mehr tun als nur ein bisschen Tennis spielen. Das reicht gegen Dich nicht. Jeder zusätzliche Schlag, den Dein Gegner ausführen muss, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Manchmal erreichst Du einfach mit dieser Tatsache einen Vorteil. Zumal Du Dein eigenes Spiel mit dieser positiven Einstellung ebenfalls steigerst, was Deinem Tennis auf jeden Fall förderlich ist.

Es steht immer 0:30 gegen Dich!

Einer meiner Trainer hat mit mir vor einigen Jahren ein Tennis Training absolviert, dass ich zunächst „anders“ fand. Im Nachhinein finde ich die Übung aber total klasse, um sich mental auf harte Spiele vorzubereiten. Ziel des Ganzen war es mich auf Spiele vorzubereiten, in denen ich gegen starke Spieler gespielt habe. Zu der Zeit habe ich die Spielklasse gewechselt und musste in einer höheren Liga bestehen. Was mir nach den ersten Punktspielen allerdings nur schwer gelang.

In einem Training vor dem nächsten Punktspiel haben wir daher weniger auf die Technik geachtet. Stattdessen nur regulär gespielt. Jedoch mit dem kleinen Zusatz, dass mein Trainer in jedem einzelnen Spiel bereits 30:0 führte! In diesem Tennis Training musste ich mich also noch mehr ins Zeug legen als ich es sonst tat. Weil sonst die Spiele schnell verschenkt worden wären und mein Gegner (also mein Trainer) kaum etwas dafür tun muss. Das hat in mir ein Gefühl der Unbehagnis ausgelöst, die nach einigen Spielen dann jedoch in den Willen wechselte nicht jedes Spiel so leicht herzugeben. Wirklich ein tolles mentales Training, wie ich finde. Probier das doch einmal in einer Deiner nächsten Einheiten!

Nutze die Pausen

Gerade im Amateur-Tennis wird häufig ein großer Fehler gemacht. Die Spieler machen sich während der Pausen keine Gedanken über das Match. Atme tief durch, hol Luft und nimm eine Stärkung zu Dir. Die richtigen Getränke und Nahrungsmittel sind extrem wichtig. Du solltest Dich auf der anderen Seite auch mit dem Match beschäftigen. Was ist in den letzten 2 Games auf dem Tennis Platz passiert? Warum führt der Gegner oder warum läuft das Match nicht wie Du es Dir gewünscht hast?

Wenn Du die letzten Ballwechsel nochmal in Gedanken durchgehst, kannst Du relativ schnell festmachen, warum das Spiel so läuft, wie es das tut. Und NOCH INTERESSANTER, Du kannst eine Strategie entwickeln, um den Verlauf zu verändern. Nur sollte das nicht nur im Match ein Faktor werden. Die Analyse ist wichtiger Bestandteil und kann von Dir bereits im Tennis Training etabliert werden. Dann fällt es Dir in einem richtigen Spiel deutlich leichter.

Kommst Du dann zum Resumee, dass Dein Gegner eine zu starke Vorhand spielt, kannst Du diese im Spiel meiden. Spiel dem Gegner stattdessen in die Rückhand. Kann der Gegenüber Nichts mit einem Slice anfangen? Dann spiel ruhig öfter einen tief abspringenden Ball und nutze das für Dein Spiel aus. Du musst in einem echten Match den Gegner besser kennenlernen und seine Schwächen gegen ihn verwenden. Um dies in einem Punktspiel oder Turnier abrufen zu können, mach Dir auch während des Trainings Gedanken zum Gegenüber. Nutze das Tennis Training um zu einem mental besseren Tennisspieler zu werden.

Die richtige Ernährung als Tennis Training

Gesunde Ernährung als Tennis Training

Wie bei allen anderen Sportarten, ist es auch beim Tennis wichtig auf Deine Ernährung zu achten. Du solltest diese als Teil des Tennis Trainings betrachten. Weil Du nämlich genügend Energie für ein hartes Match brauchst. Isst Du allerdings nur Fast-Food, wird sich das schnell auf dem Court bemerkbar machen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird sich langfristig positiv auswirken. Und mir geht es hier nicht darum, dass Du abnimmst.

Dein Körper gibt Dir Signale, wenn er die richtigen/falschen Nährstoffe erhält. Du bist dann wacher, fühlst Dich lebendiger und könntest Bäume ausreißen. Vernachlässigst Du den Faktor Ernährung, wirst Du Dich müde und schlapp fühlen. Was Du auf dem Tennis-Platz nicht gebrauchen kannst. Dann ist ein Wettbewerb eine einzige Qual, wo Du Dich in etwas hineinzwingen musst.

Vegane Ernährung?

Nachdem ich meine eigene Ernährung auf rein pflanzlich umgestellte, habe ich diesen Effekte selbst bemerkt. Mir ging es körperlich so gut, dass sich auch meine Fitness verändert hat. Ich möchte hier keine Überzeugung für vegane Ernährung leisten. Jeder soll sich so ernähren, wie er es für richtig hält. Nur glaube ich, sollte unsere Gesellschaft weg von der Massentierhaltung. Der Mensch braucht heute nicht mehr zwingend Fleisch. Viele Ärzte haben Studien durchgeführt, wo rein pflanzliche Ernährung sogar schwere Krankheiten zumindest teilweise heilen konnte. Wer sich richtig ernährt kann sich von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Diabetis fast vollständig erholen.

Auch in der Sportmedizin wird zunehmend auf vegetarische oder vegane Ernährung zurückgegriffen. Die DFB-Akadamie gibt viele nützliche Informationen zum Thema Ernährung auf Ihrer Webseite. Dort kannst Du einige der Vorteile nachlesen und Dir selbst ein Bild machen. Die IKK, eine Deutsche Krankenkasse, gibt noch weitere Tipps was auf den Speiseplan gehört und dazu gleich noch einige vegane Rezepte.

Möchtest Du abschließend noch einen kleinen Tipp? Dann schau Dir mal das Buch von Novak Djokovic an. Es heißt Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung. Novak als Tennis-Profi weiß wovon er redet. Auch er hat vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen umgestellt. Im Buch findest Du seine Beweggründe, viele Hintergrundinformationen und auch einige Rezepte. Mir hat das damals zusätzlich zu meinem Tennis Training sehr geholfen.