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Warum Cross spielen im Tennis häufig die bessere Option ist!

Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, wie Dein Tennis effektiver werden kann? In diesem Fall muss Dir zwangsläufig dass Thema cross spielen / longline (quer / gerade) begegnet sein. Denn im Tennis longline zu spielen birgt ein Risiko, dass Du in der Regel vermeiden solltest. Was aber nicht zwangsläufig heißen soll, dass jeder Schlag diagonal verlaufen muss. Bei Weitem nicht.

Dennoch werden Dir viele Trainer empfehlen, eher den Ball cross zu schlagen anstatt ihn die Linie entlang zu spielen. Cross spielen ist meistens die „sichere Variante“ und bietet dem Gegner nicht ganz so viele Optionen, wie ein Longline Ball. Zumindest in der Theorie und bei „normalen“ Spielsituationen. Ausnahmen bestätigen immer die Regel, aber um die soll es sich in diesem Artikel nicht drehen.

Vielmehr möchte ich Dir erklären warum der Cross-Schlag häufig die sinnvollere Variante ist. Was an einem Schlag besser ist, den Du quer über das Feld schickst, im Vergleich zu einem Ball der die Linie runter folgt. Dabei will ich auf Statistiken eingehen und Dir logische Schlussfolgerungen anbieten. Um letztlich die These zu stärken, dass der Cross-Schlag im Tennis häufig die bessere Option ist.

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Vorteile des Cross-Schlags gegenüber des Longline-Balls

Die Aussage, dass der Cross-Ball im Tennis häufig die bessere Option ist, stammt nicht aus meiner eigenen Feder. Viele Experten & Trainer empfehlen ihren Schützlingen sich in einem Match auf’s Cross spielen zu fokussieren. Nachfolgend will ich Dir einige Faktoren benennen, welche im Cross-Schlag einen Vorteil erkennen lassen. Natürlich werde ich nicht einfach nur einige Aussagen in den Raum werfen. Ich werde diese entsprechend untermauern, damit Du Dir sicher sein kannst, dass diese Aussagen Hand und Fuß haben. Okay, dann lass uns direkt mit dem ersten Vorteil loslegen.

Cross spielen bietet mehr Sicherheit

Wie jetzt? Mehr Sicherheit beim Cross spielen? Du kannst Dir doch bei einem gerade Schlag genauso sicher sein, wenn Du ihn häufig übst. Ja, das ist natürlich richtig. Aber der Longline-Schlag ist grundsätzlich vom Bewegungsablauf der schwierigere Schlag. Wenn Du einen technisch sauberen Schlag ausführst, wird der Ball fast schon automatisch Cross-Court fliegen. Was in Deiner Rotationsbewegung im Oberkörper liegt.

Denn Du stellst Dich seitlich zum Ball, bewegst Deinen Oberkörper nach hinten und entlädst über die Muskeln den Schwung über die Vorwärtsbewegung auf die linke Seite. Im Treffpunkt des Tennis Schlägers gehst Du nach links durch und wirst damit den Ball eher in die linke Hälfte des Feldes schlagen. Gerade für den Tennis-Anfänger ist cross spielen daher wesentlich einfacher, weil er den Ball durch seine natürliche Bewegung besser einschätzen kann. Was zwangsläufig zu weniger Fehlern führt.

Fokus im Training auf Cross-Court

Aufgrund dessen, dass die Sicherheit mit einem Cross-Ball erhöht werden kann, gestalten viele Trainer die Übungen entsprechend. Soll bedeuten im Tennis Training wird häufiger der diagonale Ballwechsel trainiert. Diese Tatsache führt zwangsläufig dazu, dass ein Longline Ball weniger im Reportoire des Tennisspielers zu finden ist. Erhöht jedoch zwangsläufig der Fertigkeiten für einen Cross-Ball. Sehr schade wie ich finde!

Besonders bei jüngeren Spielern wirst Du es des Öfteren antreffen, dass diese sich noch und nöcher die Vorhand-Cross-Rallye geben. Ohne dabei auch nur ein einziges Mal technisch nachlässig zu werden. Wenn Du diese Spieler dann jedoch aus dem Rythmus bringst, sind sie trotz der technischen Überlegenheit schlagbar. Ein Stopp, ein Löbchen und dann noch den Slice und die sehr talentierten Spieler geraten aus der Bahn. Fazit: der Fokus im Training bei vielen Vereinen liegt eben in der Vorhand cross.

Das Netz ist in der Mitte niedriger

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Schauen wir uns außerdem einmal die Bedingungen auf dem Platz an. Insbesondere die Beschaffenheit des Netzes. Allein optisch dürfte Dir auf dem Tennisplatz aufgefallen sein, dass das Netz in der Mitte etwas „durchhängt“. Es ist dort also am tiefsten, genau gesagt 91,4 cm hoch (Quelle: Wikipedia). Während das Netz an den Außenseiten der Netzpfosten 1,07 m hoch ist. Das sind also fast 20 cm Unterschied, die in einem Tennismatch enorm viel ausmachen können. Aber was sagt Dir das in Bezug auf die Frage cross / longline spielen? Richtig, es ist taktisch unklug eine Vielzahl der Schläge über einen viel höher gespannten Punkt am Netz schlagen zu wollen.

Im Grunde sagt das aus, dass die Fehlerquote bei Bällen, die über die Mitte des Netzes geschlagen werden, geringer ausfällt. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass Du beim Cross spielen nicht ganz so hoch anvisieren musst. Du könntest dort also einen deutlich flacheren Schlag platzieren, der es dem Gegner schwieriger macht einen ordentlichen Gegenschlag anzubringen. Die Höhe des Netzes sollte daher unbedingt in die taktischen Elemente auf dem Platz einfließen.

Der Platz ist diagonal viel länger

Ein weiteres Argument, welches das Cross spielen effektiver gestaltet, ist die Abmessung des Tennis-Platzes an sich. Die Daten dazu findest Du ebenfalls bei Wikipedia (wie oben verlinkt). Demnach ist der Tennisplatz 23,77 m lang (von Grundlinie zu Grundlinie). In der Breite erstreckt sich das Feld über 8,23 m im Einzel und über 10,97 m im Doppel. In der Diagonale beträgt die größtmögliche Länge 25,15 m, also 1,38 m mehr als bei einem Longline-Schlag. Zumindest in einem Einzel-Match. Was Dir einen Puffer von über einem Meter gibt.

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Triffst Du den Ball zu spät, stehst falsch oder kommst nur noch mit einem Rahmenschlag an den Ball, kann ein Cross-Schlag durchaus Fehler verzeihen und noch im Feld platziert werden. Passiert Dir eines der genannten Missgeschicke bei einem Longline-Schlag ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass der Ball den Weg ins Feld nicht mehr findet. Aus diesem Grund sollte Dir klar sein, dass Du beim Cross spielen die größte Sicherheit in Deine Schläge bringen kannst. Außerdem wäre da noch der Faktor….

dass ein Longline-Schlag das Feld öffnet

Ronny, was meinst Du denn damit? Nun, stell Dir vor Du bist in einem Punktspiel. Du und Dein Gegner geht über die Vorhand in einen Schlagabtausch. Nun möchtest Du den Punkt aber für Dich entscheiden und gehst darum auf einen Vorhand-Schlag die Linie entlang in die Rückhand Deines Gegners. Dein Gegner muss sich in seine Rückhandseite orientieren und Du solltest ein paar Schritte in Richtung Mitte machen.

Geöffnetes Feld beim Longline Schlag

Denn durch den Longline-Schlag, den Du zu Deinem Vorteil nutzen wolltest, hast Du nun das Feld für Deinen Gegner geöffnet. Sofern es kein Winner-Schlag geworden ist. Schau Dir dazu die nebenstehende Grafik an, die das verdeutlichen soll. Der blaue Korridor zeigt die Möglichkeiten Deines Gegenspielers auf.

Und bedenke hierbei auch den Faktor der Netzhöhe und der natürlichen Schlagbewegung, die das Cross spielen zur sichersten Variante für Deinen Gegenüber machen. Sofern Dein Ball allerdings nicht gut geschlagen ist, kann sich das Blatt in diesem Ballwechsel wenden. Und das ist bei einem Longline-Schlag schon eine Herausforderung. Wie gesagt: das Feld ist hier kürzer, die Netzkante höher!

Zumal die meisten Amateurspieler gern vergessen nach einem solchen Ball die Mitte der möglichen (folgenden) Schläge des Gegners einzunehmen. Um alle Eventualitäten abdecken zu können. Was in etwa die Mitte des Feldes ist. Denn der Longline-Schlag Deines Gegners kann Dich nur geringfügig nach Außen treiben. Den Schläg könntest Du von der Mitte aus ohne Probleme erreichen.

Viel problematischer wird der Ball kurz-cross. Er kann mit viel Winkel nach außen weg gespielt werden. Sodass Du eine enorm weite Wegstrecke zurücklegen musst und der Druck auf Dich steigt. Noch schlimmer wird es übrigens, wenn Du einen Ball in der Rückhandseite longline spielst. Denn dann gibst Du dem Gegenspieler die Möglichkeit auf Deine Rückhand mit seiner (meistens) stärkeren Vorhand zu spielen. Was Dich in eine noch ausweglosere Situation bringen könnte (nicht muss!).

Versuche zu 80% cross zu spielen!

Aus den zuvor genannten Gründen solltest Du versuchen zu etwa 80% den Cross-Schlag zu wählen. Akzeptiere den Longline-Ball als das was er tatsächlich ist: Ein Angriffsball. Schließlich nimmst Du Zeit von der Uhr. Der Ball ist deutlich schneller beim Gegner und setzt ihn unter Druck. Dein Ball sollte daher nur dann longline geschlagen werden, wenn Du mit großer Wahrscheinlichkeit den Ballwechsel für Dich entscheidest. Ansonsten ist der Cross-Schlag die bessere Option. Weil Du beim Cross spielen nicht nur viele Fehler aktiv vermeiden kannst.

Deine Schläge haben deutlich mehr Spielraum in Punkto Netzkante und die Wegstrecke ist über 1 Meter länger in der Diagonalen. Ein nicht ganz so gut getroffener Ball, kann dann immer noch im Feld untergebracht werden. Zudem öffnest Du das Spielfeld mit einem Cross-Schlag nicht ganz so extrem für den Gegner. Was ihm kaum Angriffsfläche bietet, um Fehler von Dir zu provozieren. Tennis gewinnt – gerade im Amateurbereich – der Spieler, welcher die geringste Fehlerquote vorzuweisen hat. Darum mach weniger Fehler und spiele den Ball häufiger Cross-Court.

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