
Glaubst Du im Jahr 2026 echt noch, Du hast Dein letztes Punktspiel-Match wegen Deiner mangelnden Vorhand-Technik oder Deinem Tennisschläger verloren? Spoiler: NEIN, es lag sehr sicher nicht an Deiner Technik! Durch den Tennis Taktik Leitfaden wirst Du schnell merken, es liegt selbst dann nicht daran, wenn Du erst vor Kurzem mit dem Tennis spielen begonnen hast.
Stattdessen wird es extrem wahrscheinlich an Deiner fehlenden Strategie gelegen haben. Denn im Breitensport ist Tennis Taktik oft ein Fremdwort. Oder ist zumindest nicht sonderlich gut im Tennis Training verankert.
Hast Du Dir mal die Tennis-Profis genauer angeschaut? Glaubst Du ernsthaft, ein Novak Djokovic hat es im Tennis so weit gebracht, weil er spontane Entscheidungen auf dem Court trifft?
Was Du im Fernsehen siehst, ist eines sicher nicht: Zufall. Der „Djoker“ hat seine Spielzüge bis ins kleinste Detail im Taktik Training einstudiert. Um im Ernstfall in einem harten Match vorbereitet zu sein.
Er weiß, wenn sein Gegenspieler einen tiefen Slice in die Rückhand setzt, welche Antworten darauf am sinnvollsten sind. Daneben studiert er diese „Antworten“ im alltäglichen Training so penibel ein, dass er mit meisterhafter Präzision eine bestimmte Reaktion hervorrufen kann.
Erst im Ballwechsel entsprechende Entscheidungen zu treffen, wäre für jeden Tennisspieler der Supergau.
- Du verlierst Zeit
- Du triffst oft die falsche Entscheidung
- Du bist unvorbereitet
- Du machst letztlich unnötige Fehler
Genau an dieser Stelle siehst Du den Unterschied zwischen einem Ausnahmespieler wie Djokovic und einem Breitensportler. Deutlich sogar!
Gleiches gilt natürlich für andere Spitzensportler im Tennis, wie Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz. Welche aktuell zur absoluten Weltspitze gehören und nicht umsonst die ATP-Weltrangliste anführen. Denn Spitzensportler haben einen Matchplan und daran angepasste Verhaltensmuster.
In diesem Beitrag möchte ich Dir einen Tennis Taktik Leitfaden an die Hand geben, der Dich ebenfalls in diese Lage versetzt. Damit Du in Deinem nächsten Medenspiel vorbereitet bist. Du willst schließlich den Platz als Gewinner verlassen, oder? Dann ist die strategische Ausrichtung Deines Tennis-Spiels kein „nice to have„, sondern eine wichtige Pflichtaufgabe.
Aber keine Panik, ich werde Dir nachfolgend, Schritt für Schritt, die Grundlagen beibringen. Letztlich wirst Du dadurch in die Lage versetzt Deine Spiel-Qualität auf ein anderes Level zu heben. Sofern Du zu einem Sieger werden möchtest, bist Du also gut beraten, Dir den Beitrag aufmerksam bis zum Ende durchzulesen.
Typische Fragen zur Tennis Taktik aus dem Breitensport
Kurzer HINWEIS vorab: Nachfolgend bekommst Du die wichtigsten Antworten in aller Kürze. Weiter unten im Tennis Taktik Leitfaden gehe ich auf jede Frage ausführlich ein und gebe Dir praxisnahe Beispiele aus dem Breitensport.
Taktik ist oft wichtiger als Technik. Selbst die beste Vorhand bringt Dir Nichts, wenn Du dem Gegner ständig in die Karten spielst. So verlierst Du Matches trotz guter Schlagtechnik!
Typische Taktik-Fehler sind zu viel Tempo, zu wenig Abstand zum Netz und den Linien, ein fehlender Matchplan und kaum Selbstreflexion. Viele trainieren zudem kaum taktische Elemente.
Grundlage ist eine ehrliche Schwächen- & Stärkenanalyse, gern auch mit Feedback von Mitspieler oder Trainern. Deine Spielweise entsteht dann im Training, sollte aber zu dieser Analyse passen.
Beobachte Deinen Gegner genau, um seine Schwächen zu erkennen und setze Deine Stärken ein. Während des Matches verändert sich das Bild. Ein guter Matchplan braucht daher laufende Anpassungen.
Einfache und effektive Spielzüge sind z. B. Serve+1, 2-1 (3-1) oder das große & kleine V. Für den Einstieg empfehle ich Serve+1 Spielzüge (Aufschlag & Folgeschlag), weil Du damit schnell ein Gefühl für taktische Muster entwickelst.
Wichtig ist, Taktik bewusst ins Training einzubauen. Zielzonen, matchnahe Spielsituationen und regelmäßige Wiederholungen helfen Dir, taktische Muster zu verinnerlichen.
Ja. Der wichtigste Schritt ist eine ehrliche Analyse Deiner Stärken und Schwächen, gefolgt von klar definierten Spielzügen und deren Integration ins Training. Wenn Du das strukturiert und Schritt für Schritt angehen möchtest, findest Du in meinem Tennis Taktik Buch (eBook) eine ausführliche Anleitung mit über 750 Seiten Praxiswissen.
Taktik vs Technik, was ist eigentlich wichtiger?

Du hast es zuvor der Zusammenfassung (FAQs) schon entnommen: Technik ist wichtig, keine Frage. Tennis Taktik nimmt jedoch eine weitaus wichtigere Rolle ein. Weil Du mit den richtigen Spielzügen und geeigneter (Gesamt-)Strategie, einen echten Gamechanger kreierst.
Anders herum nützt Dir die großartigste Vorhand-Technik absolut Nichts, wenn Du Deinem Gegner immer in die Karten spielst. Indem Du seine Stärken förderst oder stets die falsche Schlagauswahl triffst. Und so die Fehlerquote bzw. das Risiko erhöhst.
Mit geschickten Schlägen hingegen holst Du das Maximum aus Deinem Spiel heraus. Zwingst Deinen Kontrahenten aus der Wohlfühlzone heraus. Damit zu Notschlägen, denen oftmals die Qualität fehlt. Das macht ihn angreifbar, sogar ohne große Mühen – allein durch überlegte Platzierungen sowie Angriffsmuster auf Basis von modernen Tennis Taktiken.
Warum ist eine grundsätzliche Tennis Strategie so wichtig?

Höhere Qualität des Spiels
Tennisspieler die einfach drauf los spielen, haben oft Probleme mit der Entscheidungsfindung. Daraus resultiert in der Regel eine geringere Qualität in den Schlägen. Warum? Weil Du mehr Zeit benötigst, um klare Entscheidungen zu treffen.
Dadurch verlierst Du wertvolle Sekunden, welche Du für andere wichtige Dinge nutzen könntest. Wie zum Beispiel die Schlagvorbereitung, den Splitstep oder das bewusste Wahrnehmen des zu erwartenden Balles. Das beinhaltet u.a. Flughöhe, Winkel, Schlagart oder das Tempo.
Je früher Du diese Einschätzung vornehmen kannst, desto besser wird Deine Schlag-Qualität ausfallen. Wer im Ballwechsel grundsätzliche Tennis Strategien verfolgt, ist bereits im Kopf in die Planung eingestiegen. Diese Spieler/-innen haben mehr Zeit für die zuvor beschriebenen Dinge. Das wird Dein Spiel letztlich nachhaltig verbessern.
Automatismen & Routine aufbauen
Im Leben und im Tennis gewinnst Du Sicherheit mit einer Vielzahl von Wiederholungen. Denn dann baust Du Automatismen und Routinen auf. Um das zu erreichen sind Tennis Taktiken sehr wichtig. Es ist ähnlich wie beim Fussball, wo bestimme Spielzüge immer wieder im Training geübt werden, um diese dann am Spieltag in höchster Präzision abzurufen.
Mit zunehmender Sicherheit sowie Vertrauen in Deine eigenen Fähigkeiten steigerst Du nicht nur die Automatismen & Routinen. Die Effektivität Deiner Tennis Strategien wird sich gleichzeitig massiv verbessern. Irgendwann überlegst Du nämlich gar nicht mehr, wie Du auf bestimmte Situationen im Match reagieren solltest. Du tust es dann einfach. Das spart Zeit und macht Dich zu einem sehr gefährlichen Gegenspieler.
Strategische Ausrichtung des Trainings
Allerdings bedarf so ein Automatismus der strategischen Ausrichtung Deines Trainings. Es reicht nicht nur 1 x pro Woche ein bisschen Rückhand-Technik zu machen. Dein Tennis Training sollte entsprechend aufgebaut und geplant sein. Nur so ist es langfristig möglich, viele Wiederholungen von Bewegungsabläufen / Spielzügen zu vollziehen.
Diese Erfahrung ist sehr, sehr wichtig. Vor Allem solltest Du Deine Taktiken VOR dem Wettkampf einstudieren. Nur so werden diese in einem wichtigen Tennis-Match eine hohe Qualität vorweisen. Anderenfalls kann es passieren, dass Du in der Praxis damit scheiterst. Nicht weil Deine Tennis Taktiken schlecht wären, sondern weil es einfach an Sicherheit bzw. präziser Ausführung hapert.
Flexibilität im Tennis-Match
Unabhängig vom Vorhandensein bestimmter Tennis Strategien, steht und fällt der Erfolg mit Deiner Flexibilität im Wettkampf. Ein umkämpftes Punktspiel ist schließlich kein Zuckerschlecken. Dein Gegner möchte den Platz ebenfalls als Sieger verlassen. Sie oder er kennt sich im Zweifel ebenfalls ein wenig mit Tennis Taktiken aus, hat vielleicht auch meinen Leitfaden gelesen.
Im Verlaufe des Matches kommt es immer wieder zu Veränderungen. Du gewinnst mit Deiner Vorhand nach einigen Ballwechsel Selbstvertrauen, weil das gut funktioniert hat. Dein Gegner merkt das unter Umständen und meidet danach Deine Vorhand. Was Dich dann dazu zwingen wird, mehr mit der Rückhand zu agieren. Oder Du musst Deine Rückhand umlaufen.
Beide Spieler agieren also nicht gradlinig und so ein Match entwickelt oft ein Eigenleben. Auf welches Du Antworten finden solltest. Spielst Du nämlich Deinen Schuh herunter und Dein Gegner hat sich flexibler an die Umstände angepasst, sehen Deine Siegchancen eher mäßig aus. Legst Du hingegen hohe Flexibilität an den Tag und passt Deine grundsätzliche Tennis Taktik anhand der Stärken & Schwächen des Kontrahenten an, dann steigerst Du Deine Gewinnmöglichkeiten enorm.
Zusammenfassung
Warum Du Tennis Taktiken überhaupt benötigst
ℹ️ Es gibt viele Gründe, weshalb sich Strategien lohnen. Unter anderem:
- Schaffung einer höheren Qualität in Deinem Spiel.
- Automatismen & Routinen helfen beim Abruf von Bewegungsabläufen.
- Mehr Flexibilität bei Deinen Spielzügen.
- Trainingsinhalte können so individueller gestaltet werden.
Welche taktischen Fehler begehen Breitensportler regelmäßig?

Mehr Tempo als nötig bedeutet Kontrollverlust
Ein weit verbreiteter Fehler im Freizeitbereich (sogar bis in die stärkeren Amateur-Ligen) ist viel zu hohes Tempo. Wahrscheinlich weil es sich toll anfühlt, wenn eine schnelle Vorhand beim Gegner als Winner einschlägt.
Das Problem daran: Von 10 Schlägen landen oft nur 1 oder 2 im Feld. Der Rest segelt ins Aus oder ins Netz. Schlichtweg weil der Spieler dieses hohe Tempo gar nicht kontrollieren kann. Jedenfalls nicht bei jedem Schlag.
Dabei würde es ausreichen, den Ball in solider Geschwindigkeit zu spielen. Mit weniger Risiko, zu einer deutlich höherer Quote. Was unnötige Fehler reduziert und weitere Vorteile in den Ballwechseln mit sich bringt.
Häufig wird ein aggressives Spiel im Breitensport auch mit Geschwindigkeit verbunden/verwechselt. Schnellere Grundschläge sind zwar grundsätzlich aggressiver. Aber das kannst Du genauso auf andere Weise erreichen, ohne einen Kontrollverlust hinnehmen zu müssen.
Letztlich ist es so, dass Du bei besseren Tennisspielern eine hohe Konsistenz bemerken wirst. Welche weitestgehend mit Tennis Taktik und möglichst großer Sicherheit einhergeht. Zumindest teilweise situationsbedingt.
Kein Abstand zu den Linien = hohes Risiko
Ebenfalls weit verbreitet sind Schläge nah an die Linien. Das ist allerdings keine gute Tennis Strategie. Insbesondere weil Du bei jedem Schlag mit Fehlern rechnen musst. Beispielsweise aufgrund technischer Fehler, versprungener Bälle, Fehleinschätzungen oder weil Dein Timing einfach nicht stimmt.
Die kleinsten Dinge können zu (teils großen) Abweichungen führen. Am Ende entscheidet genau das über Linienball oder Zaun. Dies ist der Grund, warum die Tennis Profis genügend Abstand zu den Feld-Begrenzungen lassen.
In der Regel sind das 1 bis 1,5 Meter zu jeglichen Außenlinien. In diesen Zielzonen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, bei einem Fehler dennoch das Feld zu treffen. Daran halten sich meiner Erfahrung nach jedoch sehr wenige Freizeitspieler. Dort wird oft die Linie anvisiert, was zu etlichen Fehlern führt und mit einem hohen Risiko verbunden ist.
Zu flache Flugkurven führen zu leichten (Netz-)Fehlern

Neben zu schnellen Grundschlägen und dem fehlenden Abstand zu den Linien, führt eine flache Flugkurve oft zu Netzfehlern. Der Gedanke dahinter: Flache, harte Bälle sind schwerer zurückzuspielen. Doch der normale Breitensportler begeht bei dieser Strategie einen Denkfehler.
Je flacher die Schläge angesetzt werden, desto wahrscheinlicher werden Netzfehler. Bei hohem Tempo gleichermaßen Bälle, die im Aus landen. Wer die Sicherheit erhöhen möchte, kommt also um eine höhere Flugkurve nicht herum.
Ein probates Mittel dafür ist der sogenannte Topspin. Mit welchem der Fehler-Faktor „Netz“ aus dem Spiel genommen werden kann.
In Punkto Tennis Taktik ist dies sehr elementar, weil Du so die Fehler minimierst. Zumal ein hoher Topspin aggressiv sein kann, wenn Du ihn als taktisches Element in Dein Spiel integrierst. Dafür bedarf es einer sehr guten Schlagauswahl, womit wir direkt beim nächsten Punkt sind.
Tennis Taktik verhindert falsche Schlagauswahl
Schau Dich gern im Amateurtennis um. In den unteren Klassen, wie in höheren Ligen zugleich, wählen die Spieler oft den falschen Schlag für die Situation. Am besten ist es meiner Meinung nach bei der Länge zu erkennen.
Treibt Dich Dein Gegner sehr weit hinter die Grundlinie, befindest Du Dich in einer defensiven Situation. Dort ist definitiv die falsche Position, um einen aggressiven Angriffsschlag zu vollziehen. Allerdings wird das im Breitensport immer wieder versucht und führt zu Punktverlusten.
Die bessere Wahl wäre hier ein langer, hoher Schlag in die Mitte des Feldes. Mit diesem verschaffst Du Dir nämlich Zeit, um Dich zu ordnen und Dein Gegner kann Dich nur mit hohem Risiko weiter unter Druck setzen. Mindestens genauso verbreitet: viel zu früh auf den Longline-Ball zu gehen. Dabei ist cross spielen häufig die bessere Option.
Insgesamt solltest Du versuchen die richtige Schlagauswahl in Dein Spiel zu integrieren. Hierfür gibt es etliche Trainings-Übungen, mit denen Du Dein Verhalten verbesserst. Wodurch sich Deine Ergebnisse im Wettkampf ebenfalls verändern werden.
Dabei geht es allerdings nicht nur darum, ob Du einen offensiven oder defensiven Schlag wählst. Klar ist das Erkennen der Situation Gold wert und bringt Dich in Deiner Entwicklung voran. Andererseits musst Du verstehen lernen, welche Schläge Dir langfristig Probleme bringen und wie Du diese vermeidest. Das ist zu einem Stück eine Frage der Erfahrung, andererseits die Anwendung von Tennis Strategien.
Fehlende Kenntnis eigener Schwächen & Stärken macht das Etablieren individueller Tennis Taktiken schwierig

Der größte Hebel aus strategischer Sicht, sind Taktiken, welche auf Deine Schwächen & Stärken ausgerichtet sind. Nur so kannst Du langfristig individuelle Tennis Taktiken etablieren. Die Du dann in Dein Tennis Training integrieren solltest, um den maximalen Nutzen daraus zu ziehen.
Das bedeutet jedoch das der Spieler seine Schwächen & Stärken erst einmal kennen muss. Wenige Breitensportler haben diese Erkenntnis. Aus fehlender Selbstreflexion oder weil es einen Mehraufwand bedeutet. Bei manchen Spielern ist es eventuell Unwissenheit. Es hat ihnen schlichtweg noch Niemand vor Augen geführt. Leider ist dieser Fehler öfter verbreitet, als Du vermuten würdest. Darum möchte ich in diesem Tennis Taktik Leitfaden dafür sensibilisieren.
Zusammenfassung
Die häufigsten taktischen Fehler im Breitensport
ℹ️ Breitensportler überschätzen sich und ihr eigenes Training sehr oft. Darunter leidet das Spiel. Die häufigsten taktischen Fehler sind:
- viel zu hohes Tempo
- Bälle werden zu nah an die Linien gespielt
- der Abstand zum Netz ist zu gering
- fehlende Kenntnis der eigenen Schwächen und Stärken
- falsche Schlagauswahl
- keine Nutzung/Training von (individuellen) Tennis Taktiken
Kennst Du schon meine Ratgeber?
Tennis Taktik Leitfaden: Deine Checkliste & taktische Ausrichtung
Welcher Typ Tennisspieler bin ich eigentlich?
Damit Du die passenden Strategien & Trainingsmethoden entwickeln kannst, ist es unabdingbar, dass Du Dir bewusst wirst, welcher Typ Tennisspieler Du bist. Natürlich lässt sich das nicht immer exakt bestimmen und es gibt ebenfalls Mischformen.
Dennoch existieren einige gängige Spielertypen, die Dir bei der groben Einschätzung helfen. Anhand der Eigenschaften kannst Du dann gezielte Tennis Taktiken auswählen und Deine Trainingsinhalte darauf ausrichten. Nachfolgend möchte ich Dir das Profil der Spielertypen detaillierter vorstellen.
Aggressiver Grundlinien-Spieler
Er spielt von Minute eins an druckvolles & aggressives Tennis. Versucht Dich in die Defensive zu zwingen. Mit Geschwindigkeit und vielen Winnern. Seine hervorragend ausgebildete Technik macht ihn an der Grundlinie zum Albtraum.
Serve & Volley-Spieler
Wer kennt noch Mischa Zverev aus seinen aktiven Zeiten? Er war das Paradebeispiel für einen Serve & Volley-Spieler. Ist bei jeder sich bietenden Gelegenheit ans Netz gesprintet, um den Ballwechsel dort zu beenden. Weil er einen sehr guten Volley spielte und sich am Netz pudelwohl fühlt. Obwohl er keine begnadete Technik hatte, konnte sich Mischa mit dieser Spielweise immer unter den TOP 50 platzieren.
Konterspieler
Anders als der aggressive Grundlinienspieler, wartet der Konterspieler geduldig in der Defensive oder Neutralität auf seine Chance. Er ist läuferisch extrem stark, kann den Platz gut abdecken. Sein Moment ist jener, wo der Gegner etwas anbietet. Weil der Ball zu kurz wird oder nicht präzise genug ist. Dann wechselt der Konterspieler blitzartig auf Offensive und macht selbst das Spiel.
Der Allrounder
Wie der Name schon sagt, kann der Allrounder überall auf dem Platz agieren. In sehr hoher Qualität. Das macht ihn zu einem gefährlichen Gegner. Durch seine Variabilität, weißt Du nie welche Spielzüge er in seinen Tennis Taktiken integriert hat. Denn der Allrounder kann die Grundlinie verteidigen, ist gut zu Fuß unterwegs und mag genauso das Netzspiel. Auf fast jeden Schlag hat er eine gute Antwort im Repertoire.
Noch mehr Infos über Spielertypen und welche Taktiken & Spielzüge sich gegen diese anbieten, liest Du natürlich in der Tennis Bibel!
Was sind meine Schwächen & Stärken?
Ich hatte es bereits mehrfach erwähnt: Die wenigsten Breitensportler kennen ihre Schwächen & Stärken. Oder können sich nicht adäquat einschätzen.
Was es schwer macht Tennis Taktiken zu entwickeln. Die wiederum wichtig sind, um Matches erfolgreich zu gestalten. Je besser die Gegenspieler, desto mehr Bedeutung gewinnt der taktische Teil!
Es empfiehlt sich daher, vor dem Entwickeln von Tennis Strategien & Spielzügen, intensiv die eigenen Fähigkeiten zu analysieren. Eine Mindmap kann sich dafür sehr gut eignen.
Gehe also in Dich und notiere Dir, was Deine Stärken sind bzw. was Du auf dem Tennisplatz nicht so gut beherrschst. Fällt Dir die Einschätzung schwer, kannst Du natürlich auch Teamkollegen oder Deinen Trainer um Hilfe bitten. Oder gar um eine komplette Einschätzung.
Hier einige Inspirationen für wichtige Fragestellungen:
- Wie ist es um Deine Fitness bestellt? Bist Du Jemand der ausdauernd ist, oder bricht Dein Spiel nach einem harten ersten Satz ein?
- Ist Deine Vorhand besser, oder doch eher die Rückhand?
- Was ist Dein stärkster Schlag und warum?
- Hast Du die Technik, um verschiedene Schlagarten zu vollziehen?
- Welche Schlagtechnik kannst Du gar nicht anwenden?
- Kannst Du unterschiedliche Flugkurven spielen?
- Fühlst Du Dich am Netz wohl? Oder bleibst Du viel lieber an der Grundlinie?
Wenn Du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, schau mal im Blog nach. Dort findest Du einen ausführlichen Artikel über die Schwächen & Stärken-Analyse im Tennis.
Wie kann ich meine Stärken gezielter als Tennis Taktik einsetzen?

Auf Grundlage der Schwächen & Stärken-Analyse kannst Du nun beginnen Dir entsprechende Tennis Taktiken zurechtzulegen. Das bedeutet Du entwickelst anhand Deiner Stärken Spielzüge, mit denen Du optimalerweise die Schwäche der Gegner mit Deinen Stärken angreifst.
Wobei hier die oben vorgestellten Spielertypen berücksichtigt werden sollten. Du kannst Dir für diese generellen Rollen nämlich entsprechende Spielmuster überlegen.
Denn im Breitensport wirst Du Deinen Kontrahenten oftmals nicht kennen. Bis Du im Match seine individuellen Schwächen erkannt hast, kannst Du Dich zunächst an den Spielerrollen orientieren. Später passt Du Deine Tennis Strategien etwas an die Situation an.
Hinzu kommt die Integration der Taktiken ins alltägliche Training, welche Du anhand Deiner Schwächen und Stärken erstellt hast. Nehmen wir zum Beispiel an, Du hast einen extrem guten Stoppball.
Taktisch klug spielen lernen?
Mit meinem eBook, der Tennis Bibel des Amateursports zeige ich DIR Taktiken, Strategien und Spielzüge, um Dein volles Potenzial abzurufen. Über 750 Seiten pures Tennis Wissen.
Dann wäre es sinnvoll Taktiken für Dich zu erstellen, welche den Stoppball nutzen. Diese Spielzüge solltest Du bis zum Erbrechen trainieren, weil es einer der Schläge ist, welchen Du in hoher Qualität abrufen kannst.
Warum Potenzial verschenken, wenn Du die Stärke regelmäßig zu Deinem Vorteil nutzen kannst?
Habe ich mehrere Spielzüge im Repertoire?
Hinzu kommt Dein Repertoire an Spielzügen und Strategien. An dieser Stelle möchte ich Breitensportlern mit dem Tennis Taktik Leitfaden die Augen öffnen. Klar ist es toll einen generellen Matchplan zu haben.
Wenig hilfreich ist es jedoch, wenn dieser Matchplan lediglich einen Spielzug beinhaltet. Warum? Das ist ganz einfach erklärt: Geht Dein Matchplan mit diesem Spielzug nicht auf, hast Du ein großes Problem.
Bleiben wir beim obigen Szenario. Wie schaffst Du es auf die Siegerstraße, wenn Dein Gegner die Stoppbälle gut lesen kann und Dich dann jedes Mal ausspielt? Die meisten Breitensportler haben keine alternativen Spielzüge. Dementsprechend spielen sie ihren Schuh herunter und verlieren letztlich.
Aus diesem Grund brauchst Du mehrere Spielzüge in Deinem Repertoire! Sozusagen einen Pool an Vorgehensweisen, mit denen Du Deine Gegner vor taktische Herausforderungen stellst.
Das erhöht zum einen Deine Flexibilität, andererseits natürlich die Qualität Deines ganzen Spieles. Nur musst Du die verschiedenen Tennis Taktiken im Training thematisieren.
Evaluiere ich regelmäßig meine Entwicklung?
Ein weiterer Faktor, den viele Sportler vergessen ist die Evaluierung ihrer Entwicklung. Bringt das was Du machst überhaupt eine Verbesserung? Um das heraus zu finden, könntest Du auf Deine Leistungsklasse schauen. Diese ermöglicht uns einen groben Blick auf die Entwicklung.
Wobei ich an dieser Stelle klar sagen muss, dass Deine LK auch ein Trugschluss sein kann. Wie ich im Blog bereits schrieb: Warum das Tennis LK System nicht aussagekräftig ist! Es gibt nämlich Konstellationen, in denen Du zwar besser geworden bist. Die sich allerdings nicht auf Deine LK auswirken.
Zum Beispiel wenn Du in den Mannschafts-Punktspielen keine Gegenspieler bekommst, mit denen Du Punkte sammelst. Das könnte passieren, weil Du in einer „schlechteren“ Mannschaft in einer Liga spielst, die nicht Deinem Niveau entspricht.
Oder aber Du spielst an 3 oder 4, wo die Gegner oft von der Leistungsklasse schlecht bewertet sind (obwohl sie vielleicht gutes Tennis spielen). In beiden Fällen kannst Du Alles gewinnen und würdest Deine LK in dem Jahr gerade so halten, wenn überhaupt.
Aus meiner Sicht ist die reine LK-Betrachtung beim Evaluieren nicht zielführend. Schau stattdessen lieber, wie Du gegen bestimmte Spieler im Verein spielst. Hast Du vor 12 Monaten noch 0:6, 3:6 verloren und spielst nun 4:6, 3:6, ist es deutlich knapper geworden. Demnach bist Du auch stärker geworden.
Du könntest Dich auch ab und an beim Spielen aufnehmen. Machst Du weniger Fehler? Spielst Du höheres Tempo als vorher oder hast Dir eine neue Taktik angeeignet, welche regelmäßig Punkte einbringt? Das Alles sind Indizien dafür, dass Dein Tennis Taktik Training fruchtet.
Passen meine Tennis Taktiken noch zu mir?
Was ebenfalls gern vergessen wird bei so einer Evaluierung: Passen denn meine Tennis Taktiken überhaupt noch zu mir? Oder brauchst Du vielleicht neue Spielzüge, um weiter auf der Gewinnerstraße zu fahren?
Wie kann es passieren, dass eine Tennis Strategie nicht mehr zu mir passt?
Nun das ist relativ simpel beantwortet. Wir sind Menschen, Tennisspieler und unterliegen einer stetigen Entwicklung. Jede Trainingseinheit auf dem Platz bringt Dich nach vorne. Genauso wie jedes Match, jede Niederlage und jeder Fehler, den Du begehst.
Denn aus Fehlern und falschen Entscheidungen lernen wir. Machen es beim nächsten Mal besser. Demnach entwickelst Du Dich über einen gewissen Zeitraum weiter. Dein Tennis-Spiel entwickelt sich weiter.
Vor 6 Monaten hattest Du nur einen Einwurf als Aufschlag. Heute hast Du nach etlichen Stunden auf dem Court mit einem Balleimer einen passablen Kick-Aufschlag etabliert. Mit dem Du Deine Punkte vorbereiten kannst.
Soll also heißen: Deine Schwächen und Stärken verändern sich. Du solltest regelmäßig kontrollieren, ob Deine Tennis Taktiken überhaupt noch zu Dir und Deiner Spielweise passen. Wenn das nicht der Fall ist, solltest Du Dir neue Spielzüge & Strategien für Deine Matches überlegen und das Training entsprechend anpassen.
Zusammenfassung
Worauf Du im Tennis-Taktik-Training achten solltest!
ℹ️ Für eine effektive Gestaltung & Etablierung einer Strategie, brauchst Du effiziente Prozesse und solltest folgende Checkliste abarbeiten.
- Welcher Spielertyp bist Du überhaupt?
- Was sind Deine Schwächen & Stärken?
- Wie kannst Du Deine Stärken in einem Matchplan zu Deinem Vorteil nutzen?
- Hast Du einen Plan B oder mehrere Spielzüge im Repertoire?
- Evaluierst Du Deine Entwicklung regelmäßig?
- Passen Deine Tennis Taktiken noch zu Dir?
Praxis-Tipps & Taktik Leitfaden für den Wettkampf-Alltag
Wie entwickle ich einen Matchplan?
Den Gegner richtig analysieren

Wir alle wollen den Platz so oft wie möglich als Sieger verlassen. Dazu ist ein Matchplan unabdingbar. Welchen Du auf diesen Tennis Taktik Leitfaden aufbauen kannst, wenn Du Dir die vielen Infos zu Herzen nimmst.
Der erste Schritt in einem Wettkampf ist dafür die Gegneranalyse. Mit der Du besser schon während der Einspielphase beginnst. Dort kannst Du gezielt mit der Schlagauswahl auf Tuchfühlung gehen.
Spiel dabei nicht nur Topspin, sondern auch Slice und gerade Schläge. Lass den Gegner Vorhände, Rückhande und Schläge aus dem Halbfeld machen. Nutze verschiedene Flugkurven: hoch abspringender Topspin, sehr tiefe Slice-Bälle und „normale“ Schläge.
Wie bewegt er sich? Erreicht er Stopps gut und hat qualitativ hochwertige Antworten? Ist er Linkshänder oder Rechtshänder? Wie sieht es mit Volleys und Überkopfballen aus? Versuche herauszufinden, was Dich im Match die meisten Ballwechsel gewinnen lässt.
Dazu zählt auch die Information, wo sich der Gegner unwohl fühlt und mit welchem Schlag er Nichts anfangen kann. Oder bei welcher Technik die Qualität seiner Schläge am meisten leidet. Denn geringe Qualität bietet Dir viel Angriffsfläche für Deine eigenen Tennis Taktiken & Spielzüge.
Schwächen & Stärken vergleichen
Im Anschluss gilt es die herausgefilterten Schwächen mit Deinen Stärken zu vergleichen. Welche Deiner Stärken eignet sich am besten, um die Schwächen gezielt anzugreifen?
Hier sind wir wieder bei der Selbstreflexion. Nur wenn Du Deine eigenen Stärken kennst, kannst Du einen Vergleich anstellen, den Du als Grundlage für einen Matchplan nutzt. Hast Du Dich hingegen bisher nicht gut genug mit Dir als Tennisspieler beschäftigt, wird es Dir extrem schwer fallen, entsprechende Tennis Strategien für das Match zu entwickeln.
Zwar kannst Du dennoch als Alternative auf die oben vorgestellten Spielertypen und deren Schwächen zurückgreifen. Einen konkreten Vergleich ersetzt Du damit jedoch nicht. Individuelle Tennis Taktiken sind zudem wesentlich erfolgsversprechender.
Gezielt die Schwächen angreifen
Nehmen wir fiktiv an, Du hast herausgefunden, dass Dein Gegenspieler eine sehr schlechte Rückhand hat. Fast jeder Ball, den er damit spielen musste, war ein Fehler beim Einspielen. Das hat sich nun über die ersten 2 Spiele fortgeführt. In diesem Moment sollte Dir klar sein: die meisten Deiner Bälle müssen auf die Rückhand gespielt werden.
Denn damit reduzierst Du die Qualität der Schläge des Gegners massiv. Aber das allein ist natürlich keine Tennis Taktik. Du brauchst jetzt einen konkreten Plan, wie Du Deine Stärken effektiv gegen die Rückhand einsetzen kannst. Nehmen wir dazu ebenfalls fiktiv an, Deine große Stärke sind Volleys. Du liebst es am Netz zu stehen und dort die Ballwechsel zu beenden.
Das bedeutet aus taktischer Sicht, Du solltest versuchen so häufig wie möglich ans Netz zu kommen. So, dass Dein Gegenspieler dann die Rückhand nutzen muss. Es bietet sich also sehr gut an, dass Du versuchst vor Allem aus der Cross-Rallye longline auf die Rückhand ans Netz gehst. Du wartest also in der Cross-Rallye auf einen Ball des Gegners dem es an Qualität fehlt.
Wird er zu kurz oder spielt mit wenig Tempo (Du hast also viel Zeit), dann greifst Du mit Deiner Vorhand auf die Rückhand an. Der Longline-Ball muss kein Winner sein. Vielmehr ist er ein Vorbereitungsschlag. Du folgst ihm ans Netz und beendest den Ballwechsel in gewohnter Manier. Alternativen dazu wären:
- Den Return direkt lang in die Rückhand spielen.
- Aus der Rückhand-Rallye cross ans Netz vorrücken. VORSICHT: Hierfür brauchst Du einen längeren Laufweg zum Netz und die Vorhand ist offen. Du darfst also nur auf qualitativ minderwertige Schläge angreifen, sonst wirst Du bestraft.
- Innerhalb einer Rückhand-Rallye zunächst Longline auf die Vorhand spielen. Du orientierst Dich dann zur Winkelhalbierenden auf die Vorhandseite. Aus der Vorhand-Rallye gehst Du dann wieder longline auf die Rückhand und wechselst zur Rückhandseite. Damit öffnest Du die Rückhand und greifst dorthin an.
Je nachdem ob Du weitere / andere Stärken hast oder Dein Gegner weitere / andere Schwächen, musst Du Deinen Angriffsplan auf die diese flexibel anpassen. Umso mehr Stärken bzw. Schwächen, desto mehr Optionen hast Du letztlich. Was gut sein kann.
Denn wenn Du ein ganzes Match lang immer wieder die gleichen Dinge tust, passt sich natürlich jeder Gegner an, versucht Lösungen gegen Deine Tennis Taktik zu finden. Irgendwann wird ihn das nicht mehr vor so große Herausforderungen stellen, wie am Anfang des Matches. Er gewöhnt sich an Dein Spiel und wird besser damit umgehen können. In diesem Moment brauchst Du leichte Anpassungen.
Nutze dafür gezielt die Pausen! Diese sind nicht nur zur Regeneration da. Vielmehr solltest Du Dich in den Pausen fragen, was gut läuft und was nicht. Übrigens: Noch mehr Inspiration zur Gegneranalyse, Matchplänen etc. findest Du auch in der Tennis Bibel. Link im Kopfbereich des Blogs.
Ronny, hast Du Beispiele für gute Spielzüge?
Das V – klein und groß
Einer der bekanntesten Spielzüge im Tennis ist das sogenannte V. Vom V gibt es zwei Varianten, klein und groß. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es beim V-Spielzug darum, den Ball erst in die eine Ecke zu spielen und danach in die andere (offene) Ecke. Das große V habe ich Dir auf dem Bild einmal im Rahmen des Tennis Taktik Leitfadens dargestellt.

Nachdem ich meinen Gegenspieler hier mit Winkel nach außen getrieben habe (blauer Pfeil für die Laufrichtung), schlägt er den Ball (gestrichelter blauer Pfeil) leicht in die Rückhand. Von dort spiele ich nun den Ball in die Vorhand. Am besten nimmst Du diesen Ball schon im Steigen, also sehr früh, um dem Gegner Zeit zu rauben.
Das kleine V gestaltet sich sehr ähnlich. Mit dem Unterschied, dass der Abstand der beiden Schlaglinien (also die Winkel) kleiner ist. Es ist sozusagen eine abgemilderte Version. Häufig weil Du nicht so viel Platz hast und gerade versuchst offene Räume zu schaffen.
Ein gängiges Beispiel für das kleine V wäre ein Aufschlag durch die Mitte auf die T-Linie mit anschließendem 3. Ball (der Schlag nach dem Return) in die offene Rückhandseite.
2-1 Spielzug
Auch die Spielzüge 2-1 & 3-1 sind in vielen Tennis Strategien fest verankert. Im Grunde bauen beide ein wenig auf das V auf. Auf dem nachfolgenden Bild habe ich Dir eine Vorhand-Rallye dargestellt, in welcher ich einen Longeline-Ball spiele und mich zur Winkelhalbierenden orientiere, um den Platz optimal abzudecken. Quasi in Erwartung eines defensiven Cross-Schlages in die Rückhand.

Den anschließenden Ball des Gegners, versuchst Du dann zu nutzen, um einen besseren Winkel zu generieren. Durch den Lauf in die Rückhand und wegen der Drucksituation, kannst Du – abhängig von Deiner Schlagqualität – mit einem qualitativ minderwertigen Ball rechnen.
Es ist also durchaus denkbar, hier bereits die Vorhand zu nutzen (Inside-Out), um den Winkel zu generieren. Aber nur wenn Du dadurch nicht selbst in Gefahr gerätst. Stimmt die Qualität nämlich nicht, kann Dich der Gegenspieler selbst longline angreifen!

Da der Gegenspieler nun noch weiter aus dem Feld muss, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen zu kurzen Ball. Nutze die Gelegenheit daher für einen Angriffsball auf die Vorhand. Denn das ist der längste Laufweg, den Du dem Gegenspieler geben kannst.

Je nach Länge & Spin des Balles Deines Gegners, kannst Du dafür sehr gut die Vorhand nutzen, um Deinen Vorteil noch mehr auszuspielen (Inside-In). Bitte bedenke: bei einem Wechsel der Schlagrichtung, solltest Du Deine Position zur Winkelhalbierenden in die Vorhandseite verschieben, um einen potenziellen Ball cross abzudecken.
Den Schlag kannst Du natürlich auch mit einem Netzangriff kombinieren, um den Punkt dann vorn zu beenden. Dann musst Du nur gerade nach vorne zum Netz sprinten, weil sich die Winkelhalbierende dort befindet. Außerdem gehst Du so auf Nummer sicher, falls der Gegner den Ball noch erreicht.
Warum der 3-1 Spielzug sehr ähnlich ist
Beim 3-1 verändert sich der Spielzug in dergestalt, dass Du nicht nach dem Winkel öffnen (2. Ball in die Rückhand) in die Vorhand spielst. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn Dein Winkelball nicht gut genug war oder Du glaubst, Dein Gegner könnte den Vorhandschlag noch in zu guter Qualität zurückspielen.
In diesem Fall spielst Du den 3. Schlag erneut in die Rückhand. Du versuchst nun die Qualität zu steigern, damit Du mit dieser Tennis Taktik Druck aufbauen kannst. So erzwingst Du einen Fehler oder kurzen Ball auf der Rückhand. Dann fällt Dir der Angriffsball auf die Vorhand leichter bzw. die Wahrscheinlichkeit auf den Punktgewinn steigt enorm.
Wie trainiere ich Tennis Taktiken effizient?
Aufschlag & Return integrieren

Der erste große Fehler beim Training von taktischen Elementen und Tennis Strategien besteht bei den meisten Spielern darin, Aufschlag & Return nicht häufig genug zu integrieren.
Vielleicht hast Du schon von der wichtigsten Statistik im Tennis gehört? Der Großteil der Ballwechsel wird in den ersten 4 Schlägen durch einen Fehler beendet. (Quelle: Tennis-Insider) Sowohl bei den Profis als auch im Amateurbereich. Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist logisch: Deine ersten zwei Schläge dürfen nicht mit einem Fehler enden.
Warum zwei Schläge? Weil 2 Schläge von Dir und 2 Schläge vom Gegner insgesamt die vorgenannte Schnittmenge ergeben. Als Aufschläger also Dein Aufschlag und der 3. Ball (der Schlag nach dem Return). Wenn Du Returnspieler bist hingegen der Return selbst und der 4. Schlag.
Reduzierst Du hier Deine Fehlerquote, wird die Qualität Deines Spiels massiv steigen. Du gibst dem Gegner keine einfachen Punkte. Er muss für jeden Punkt hart arbeiten. Dadurch bekommst Du zwei Vorteile:
- Das Match ist körperlich härter für den Gegner.
- Du forderst den Gegenspieler mental mehr, weil er weiß, dass er um jeden Punkt kämpfen muss.
Beide Faktoren verändern ein Match ungemein. Genau darum, gehören Übungen mit Aufschlag und Return in jedes hochwertige Training. Aber natürlich trainierst Du nicht einfach stumpf Aufschläge & Returns. Sondern kombinierst die Übung mit der taktischen Eröffnung des Spieles.
Das bedeutet der Aufschläger versucht so aufzuschlagen, dass er direkt den Ballwechsel bestimmt. Während der Aufschläger das Spiel damit dominieren soll, versucht der Returnspiele dies möglichst gut zu verhindern. Spielzüge wie „das V„, „2-1„, oder „3-1“ können hier sehr gut integriert werden. Ich habe Dir diese bereits im Artikel zu Tennis Taktiken & Spielzüge ausführlich erläutert.
Wettbewerbsnahe Situationen simulieren
Ein weiterer Fehler, der im Breitensport häufig begangen wird, sind fehlende Match-Situationen im Training. Wie willst Du einstudierte Tennis Taktiken üben, wenn Du schlichtweg keine Momente schaffst, in denen diese Anwendung finden?
Ballkorb-Übungen sind nett, um Deine Technik zu verbessern oder ein Gruppentraining zu gestalten. Jedoch nicht zielführend, wenn es darum geht Match-Härte zu schaffen. Du brauchst Wiederholungen von Spielzügen und Konstellationen, welche Dir in einem realen Match begegnen könnten.
Nur mit diesen wettbewerbsnahen Tennis Übungen bekommst Du Sicherheit und kannst Automatismen aufbauen. Dann fällt es Dir in einem harten Tennis-Match viel leichter bestimmte Aufgaben zu meistern. Außerdem sorgt es für Selbstvertrauen in Dich und Deine Fertigkeiten. Welches manchmal sehr wichtig ist.
Gehst Du nur halbherzig in einen Ball hinein, leidet oftmals die Technik darunter und am Ende die Ausführung des Schlags. Bist Du von Dir und der Schlagauswahl überzeugt, findet ein ganz anderer Bewegungsablauf statt. Der dann die Qualität Deines Spieles erhöht.
Dazu ist jedoch ein situationsbedingtes Training unabdingbar. Du brauchst das Wissen, diesen Moment beim Einstudieren Deiner Tennis Taktiken bereits x Mal durchlaufen zu haben. Außerdem hilft es Dir dabei eigene Strategien zu entwickeln. Genauso wie dieser Tennis Taktik Leitfaden.
Zielzonen setzen

Wenn es darum geht neue Tennis Taktiken einzustudieren oder bereits vorhandene Strategien zu festigen, kommst Du um sogenannte Zielzonen nicht herum. Wissenschaftler / Tennistrainer haben in diversen Studien die unterstützende Wirkung von optischen Zielzonen bestätigt. Seit Jahren werden diese daher im Training verwendet.
Wenn Du ohne Zielzonen trainieren würdest, hättest Du im Grunde keine Herausforderung. Klar kannst Du Dir im Kopf sagen „Ich möchte den Ball immer lang spielen„. Allerdings wäre das nicht konkret genug. Durch den optischen Reiz von Hütchen oder ähnlichem Trainings-Equipment, verstärkst Du die Wirkung der Übung. Deine Entwicklung wird deutlich schneller gehen.
Im Alltag des Breitensportlers kommen Zielsetzungen in der Regel weniger vor. Stattdessen wird sinnlos lange Bälle gespielt oder einfach nur gematcht. Bitte versteh mich nicht falsch. Das eine oder andere Trainingsmatch hilft Dir selbstverständlich Dich zu verbessern. Doch wenn Du im Training gänzlich auf Zielvorgaben verzichtest, wirst Du nicht an Deiner Präzision arbeiten können.
Fokus auf Präzision
Dabei ist es so wichtig Deinen Fokus im Training von Zeit zu Zeit auf die Präzision zu lenken. Das beste Beispiel ist der oben bereits erwähnte Aufschlag. Er dient als Spieleröffnung und Du als Aufschläger kannst direkt von der erste Sekunde an den Ton angeben. Du wählst nicht nur Richtung und Tempo, sondern bestimmst mit der Qualität den weiteren Verlauf des Ballwechsels.
Manchmal ist es gar nicht notwendig, wie ein John Isner mit 253 km/h zu servieren. Übrigens ist das kein fiktives Beispiel. Isner stellte im Jahr 2016 (Davis Cup gegen Australien) den Rekord für den schnellsten offiziellen Aufschlag in einem ATP-Match auf.
Klar wenn Du so ein Brett hast, setzt Du alle Karten auf das Tempo. Doch schau Dir spieler wie Djokovic oder Federer an, die haben nicht 253 km/h erreicht, aber dennoch ihre Aufschlagspiele dominiert. Weil sie über die Präzision und Variabilität verfügt haben.
Gleiches gilt für Dich und vor Allem für alle anderen Schläge in einem Match ebenfalls. Präzision kann genauso effektiv sein, wie Tempo. Manchmal ist es sogar effizienter. Weil Du nicht so viel Kraft aufwenden musst und dennoch am Ende den Punkt für Dich entscheidest. Doch dafür brauchst Du natürlich Übung im Training und die passenden Tennis Taktiken.
Eine gängige Methode wäre es, sich im Trainingsalltag Zielzonen zu setzen und auf die Präzision zu gehen. Mit zunehmender Treffer-Quote kannst Du dann die Zielzonen verkleinern und somit die Effizienz Deines Spieles zu steigern. Fang gern mit größeren Bereichen an (z. B. 3 x 3 Meter).
Triffst Du diese Zonen mit 80 – 90 Prozent, kannst Du kleiner werden. Beispielsweise in 30cm Schritten. Bist Du bei 1 x 1 Meter angekommen, kannst Du ggfs. nochmal das Tempo anpassen oder die Schwierigkeit auf andere Art und Weise erhöhen.
Zusammenfassung
Der Wettkampf und das richtige Taktik-Training
ℹ️ In einem echten Tennis-Match musst Du den Gegner beobachten. Bringe seine Schwächen bereits beim Einspielen in Erfahrung und entwickle Tennis Taktiken mit Deinen Stärken, welche diese ausnutzen. Im Taktik Training bedarf es dafür einiger Prozesse:
- Integriere Aufschläge & Returns ins Training.
- Mach Dir Gedanken über taktische Eröffnungen.
- Simuliere Situationen, die im Match tatsächlich eintreten könnten.
- Setze Dir Zielzonen in den Übungen, um die Wirkung zu verstärken.
- Arbeite an Deiner Präzision, nicht nur am Tempo. Denn Präzision kann mindestens genauso effizient sein.
Fazit zum Tennis Taktik Leitfaden
Herzlichen Glückwunsch, Du hast meinen Tennis Taktik Leitfaden bis zum Ende gelesen. Du hast Informationen erhalten, warum eine grundsätzliche Tennis Strategie sinnvoll und wichtig ist. Außerdem habe ich Dir die gängigsten Fehler im Breitensport vorgestellt.
Anschließend hatte ich Dir gezeigt, wie wichtig die Selbstreflexion ist und wie Du Deine Stärken erkennst bzw. ausspielst. Denn diese musst Du in einem Match beim Angriff auf die Schwächen des Gegners nutzen. Doch um das realisieren zu können, brauchst Du Spielzüge, welche Du im Training etablieren musst. All das kannst Du im Taktik Leitfaden nachlesen.
Sollten noch Fragen offen sein, empfehle ich Dir meine Tennis Bibel des Amateursports. In diesem Tennis Taktik Buch (eBook) gehe ich auf das Thema noch intensiver und detaillierter ein. Du bekommst sogar Empfehlungen für Spielzüge an die Hand. Spielzüge, die sich gegen eine Vielzahl von Gegnern eignen. Außerdem erkläre ich Dir diese Schritt für Schritt und mit entsprechenden Grafiken.







