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Druckvolles Spiel: Mit 4 Schlägen zum Punktgewinn!

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Im regulären Tennis Training werden sehr viele verschiedene Übungen absolviert. Je nach Geschmack des Trainers, der Spieler oder der Gruppe. Dies beinhaltet natürlich Trainings-Übungen für das Grundverständnis gewisser Techniken. Aber genauso solche, um matchnahe Situationen zu simulieren. Da fallen mir beispielsweise auf Anhieb der Hosenträger ein oder das spanische Einzel.

Was jedoch häufig zu kurz kommt: ein gezielt druckvolles Spiel. Das meiner Meinung nach im Breitensport viel zu selten integriert wird. Hängt auch ein wenig mit den fehlenden Trainings-Inhalten zusammen. Denn wenn Du aggressives Spiel nicht im Tennistraining übst, wird es Dir in einem intensiven Match schwerer fallen, den Gegner unter Druck zu setzen.

Vor geraumer Zeit hatte ich Dir dazu bereits eine tolle Angriffs-Trainings-Übung im Blog vorgestellt. Mit der Du auf verschiedene Arten das Angriffsspiel in den Fokus des Trainings rücken kannst. Inklusive dem Volleyspiel, das ebenfalls nicht zu kurz kommen sollte. Wir wissen ja, dass am Netz die Wahrscheinlichkeit für den Punktgewinn erheblich steigt.

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Einerseits ist die darin vorgestellte Übung zwar auf das Angriffsspiel ausgelegt. Andererseits stellt sie zeitgleich auf ein reaktives, abwartendes Verhalten ab. Es geht nicht darum, beim Gegner direkt Druck zu erzeugen. Anders in der Trainings-Übung, die ich Dir in diesem Blogbeitrag vorstellen möchte. Mit dieser kannst Du nämlich sehr gut ein angriffsorientiertes Spiel in den Fokus rücken.

Warum ist druckvolles Spiel im Training so wichtig?

Tennisspieler könnten kaum unterschiedlicher sein. Allein schon durch technische und körperliche Voraussetzungen. Selbst der Tennisschläger und sein Setup haben geringfügige Auswirkungen. Vorlieben für bestimmte Schläge und die Komfortzone tragen ihr Übriges bei.

Am Ende ist Tennis ein komplexer Sport, der Dich regelmäßig dazu zwingt, Deine Spielweise an den Gegner anzupassen.

Meine Erfahrungen aus etlichen Tennis-Turnieren haben gezeigt: Manchmal ist es einfach notwendig aggressiver zu spielen. Weil der Gegner seine Stärken vielleicht in der Defensive hat. Seine Komfortzone befindet sich hinter der Grundlinie. Lang hinten rein mit moderatem Tempo tut ihm nicht weh. Ganz im Gegenteil sogar, er liebt diese Ballwechsel und bringt Dich mit seiner Spielweise zum Verzweifeln.

Ein Beispiel - der Netzangriff als Taktik im Tennis

Anders sieht es jedoch aus, wenn Du auf einmal das Tempo anziehst. Beziehungsweise sagen wir richtigerweise den Druck. Der entsteht ja nicht zwangsläufig mit einer höheren Schlag-Geschwindigkeit.

Druck kannst Du ebenfalls mit Präzision erzielen. Oder indem Du den Ball früh im Feld nimmst und dem Gegner Reaktionszeit wegnimmst. Im Breitensport werden viele Gegner dann an Qualität verlieren, sodass sich Dir Möglichkeiten eröffnen, das Match an Dich zu reißen.

Allerdings gehört druckvolles Spiel im Hobbybereich nicht gerade zu den Kernkompetenzen. Eher das Kaufen von Tennis-Equipment, welches in ein Farbkonzept integriert werden muss. Das macht es am Ende im Match jedoch schwierig, diese Spielweise konsequent umzusetzen.

Genau aus diesem Grund ist es enorm wichtig, im Trainings-Alltag entsprechende Übungen zu integrieren. Schließlich kannst Du im Wettkampf nur Dinge umsetzen, die Du zuvor geübt hast. Das Match ist der falsche Ort, um Experimente zu starten.

Anliegend will ich Dir nun eine tolle Übung näher bringen, welche Dich in die Lage versetzt, im Ernstfall Druck auf den Gegner auszuüben. Ganz nach der Dominik Thiem Methode, falls Dir das etwas sagt.

Diese Trainings-Übung bringt Druck in die Ballwechsel!

Ausgangssituation: Gespielt wird mit zwei Spielern in einer matchnahen Situation, in welcher der Ballwechsel mit Aufschlag & Return gestartet wird. Das Ziel des Aufschlägers ist dabei der schnelle Punktgewinn. Ob er das mit erhöhtem Tempo, früh genommenen Bällen, einem Angriffsball nebst Netzangriff oder mit Winkelspiel erreicht, obliegt vollständig ihm.

Wichtig ist nur, dass der Ballwechsel nach dem 4. Schlag des Aufschlägers beendet sein muss. Der Aufschläger hat also sozusagen Aufschlag +3. Wenn er es nicht schafft bis zu diesem Zeitpunkt den Punkt zu gewinnen, wird der Ballwechsel abgebrochen und der Returnspieler erhält den Punkt.

Aufgabe für Dich als Aufschläger ist es daher, einen qualitativ minderwertigen Return zu provozieren. Den Du – wie auf der nächsten Abbildung erkennbar – kürzer erwartest und entsprechend angreifen kannst. Ob Du dann mit Länge arbeitest oder mit einem Winkel ist dann schon fast nebensächlich, weil der Returnspieler enorm unter Druck steht.

Den Gegenpart übernimmt der Returnspieler, welcher den Ballwechsel gezielt defensiv verschleppen soll. Seine Aufgabe ist es im Ballwechsel zu bleiben und den Aufschläger an direkten Punktgewinnen zu hindern. Im Grunde geht es darum, den Ball auf Sicherheit im Feld zu halten und keine Angriffsfläche zu bieten.

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Letztlich kannst Du Dir als Aufschläger in dieser Trainingsform nicht die Zeit nehmen und den Ball einfach nur ins Feld spielen. Jeder einzelne Schlag ist wichtig und sollte den Gegenspieler vor Herausforderungen stellen bzw. den Punktgewinn vorbereiten.

Was ich ebenfalls toll an der Trainings-Übung finde: Du trainierst nicht nur kontrolliert anzugreifen! Gleichzeitig geht es darum, eine hohe Qualität in den ersten 4 Schlägen zu entwickeln. Wer sich ein wenig mit Tennis-Statistiken beschäftigt, weiß sicherlich warum das gut ist.

Denn der Großteil der Ballwechsel ist nach 1 bis 4 Schlägen bereits beendet. Misslingt Dir bereits einer dieser Schläge, machst Du es dem Gegenspieler sehr leicht. Er muss nicht einmal für seine Punkte arbeiten. Statistischen Auswertungen zu Folge gilt diese Statistik übrigens für die Profis und Breitensportler gleichermaßen. Wer es also schafft angriffsorientiert ohne Fehler in dieser Übung zu punkten, hat enorme Vorteile in einem Match.

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Leichte Abwandlung der Trainings-Übung

Natürlich kannst Du die zuvor vorgestellte Trainings-Übung für ein aggressives Spiel noch in bestimmter Art und Weise abwandeln. Um den Trainingseffekt zu erhöhen und noch weitere Einsatz-Szenarien abzubilden. Auf Anhieb würde mir hier der Return einfallen.

Denn nicht nur als Aufschläger brauchst Du Training für ein druckvolles, punktorientiertes Spiel. Manchmal ist das ebenfalls beim Return notwendig. Um beim Aufschlag des Gegners sofort Druck auszuüben und ihm seine Aufschlagspiele zur Qual zu machen.

Ich würde daher empfehlen die Rollen bei der Trainings-Übung zu tauschen. Bei dieser Konstellation wird der Aufschläger verpflichtet, nur 2. Aufschläge zu spielen. Auf Sand wird das wahrscheinlich vermehrt ein Kick-Aufschlag sein. Welcher auf Sicherheit ausgelegt ist und das Netz aus dem Spiel nehmen soll.

Zurück zur Übung. Die Aufgabe des Returnspielers ist es die Aufschläge konsequent anzugreifen. Dabei hat er ebenfalls die Zielvorgabe den Punktgewinn mit maximal 4 Schlägen zu erzielen. (Return +3) Schafft der Returnspieler es nicht den Ballwechsel frühzeitig zu beenden, geht der Punkt an den Aufschläger.

Der Aufschläger hingegen hat die Aufgabe seinen schwächeren 2. Aufschlag zu verteidigen. Er soll aus der Defensive agieren und die Ballwechsel auf Sicherheit gestalten, um es dem angreifenden Returnspieler schwieriger zu machen, direkte Punkte zu erzielen.

Abschließende Worte zum druckvollen Spiel

Du brauchst ein Sieger-Mindset

Ich hoffe die Vorstellung der Trainings-Übung mit Fokus auf druckvolles Spiel hat Dir gefallen. Im Grunde ist diese Trainingsform leicht umzusetzen. Du kannst es mit einem Spielpartner traineren oder sogar in der Gruppe / Mannschaft. Da sind euch kaum Grenzen gesetzt.

Aber noch viel wichtiger ist die Tatsache, das eine Integration in Deinen Trainings-Alltag, enorm dazu beitragen wird, Dich im Wettkampf angriffsorientierter zu verhalten. Wer das nicht im Training übt, wird im Ernstfall nicht zum aggressiven Spieler mutieren.

Über die Jahre hinweg habe ich die Erfahrung gesammelt, je weiter Deine Leistungsklasse / Dein Spiel-Niveau steigt, desto wichtiger wird ein druckvolles Spiel. In diesen Bereichen können die meisten Tennisspieler den Ball 10 Mal ohne Fehler in gewisser Qualität ins Feld spielen.

In diesen Momenten musst Du dann alternative taktische Mittel haben, um Fehler zu erzwingen. Wer nicht dominant genug spielt, wird wenig Erfolge feiern. Aus diesem Grund solltest Du anfangen mit dem richtigen Fokus die richtigen Dinge zu trainieren.

Welche das konkret sind und wie Du das nächste Level erreichst, verrate ich Dir bei Interesse in der Tennis Bibel (Button im Kopfbereich des Blogs!).

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Ronny Schneider

Ronny Schneider

Moin, ich bin Ronny. Gründer von Sandplatz Tennis und leidenschaftlicher Tennisspieler. Ich blogge hier seit 2021, wobei Sandplatz Tennis sich mittlerweile zu einem ganzheitlichem Wissenssystem entwickelt hat. Sowohl das Racket Radar als auch der Trainings-Leitfaden sind ein Teil davon, unter Berücksichtigung der Sandplatz Tennis Philosophie!

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